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GeschichteProf. Dr. Gizewski

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Prof. Dr. Christian Gizewski (apl. Prof.)

Lupe

Christian Gizewski, geb . 2. 1. 1941 in Lengerich (Nordrhein-Westfalen), Jurist, Dr. phil., apI. Professor für das Fach Alte Geschichte an der Fakultät I (Geisteswissenschaften) der Technischen Universität Berlin. Vater: Walter Gizewski, Pfarrer an psychiatrischen Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen (gest.). Mutter: Erika, geb. Gerding (gest.). Zwei Brüder (einer gest.). Verwitwet (vormals verheiratet mit Julia, geb. Kley, Studienrätin am Goethe-Gymnasium in Berlin-Lichterfelde). Nach dem Besuch der Volksschule in Lengerich und des altsprachlichen Zweiges des Gymnasiums in Ibbenbüren (NRW) Studium der Rechtswissenschaft ab Sommersemester 1960 zunächst in Münster, später in Berlin. Nebenstudien in den Fächern Altphilologie, Geschichte, Philosophie, Soziologie und Psychologie. Während des Studiums und später dauernde Mitarbeit in einem Lehrteam des "Studienkreises für politische Bildung", einer Einrichtung schulergänzender politischer Bildungsarbeit für Schüler aller Schultypen im Auftrage der Schulverwaltungen von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen. Nach der ersten juristischen Staatsprüfung 1967 Referendarausbildung im Kammergerichtsbezirk Berlin. Zweite juristische Staatsprüfung 1970. 1971 - 1973 Tätigkeit im Verwaltungsdienst der Technischen Universität Berlin. Ab 1973 mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft Anfertigung einer Dissertation im Bereich sowohl der Geschichtstheorie/Historik als auch der Alten Geschichte ("Kategorien - und Methodenprobleme eines systemtheoretischen Ansatzes in der Alten Geschichte"; Betreuer: Prof. Dr. W. Dahlheim/Alte Geschichte und Prof. Dr. H. Poser/Philosophie, beide TU Berlin). 1985 Habilitation für das Fach Alte Geschichte mit der Schrift "Zur Normativität und Struktur der Verfassungsverhältnisse in der späteren römischen Kaiserzeit". Gutachter im Verfahren: Prof. Dahlheim (w. o.), Prof. Dr. R. Rilinger (Alte Geschichte, Bielefeld), Prof. Dr. E. Pitz ( Mittelaltergeschichte, Berlin), Prof. Dr. D. Simon (Römische und byzantinische Rechtsgeschichte, Frankfurt/M.). Seit 1986 regelmäßige Lehrtätigkeit auf allen Gebieten der Alten Geschichte bei der Betreuung der verschiedenen geschichtsbezogenen Studiengänge an der TU Berlin (Studienrats- und Magister-, 'Master'- und 'Bachelor'-Studiengänge). Von WS 1991/92 bis WS 1992/93 Gasttätigkeit als Hochschullehrer für Alte Geschichte an der nach der deutschen Wiedervereinigung 1989 neugegründeten Universität Potsdam. Im Jahre 2001 Ernennung zum außerplanmäßigen Professor an der TU Berlin. Neben der wissenschaftlichen Arbeit gelegentliche nebenberufliche Tätigkeit als zugelassener Rechtsanwalt. Forschungsarbeiten auf folgenden Gebieten (Einzelnachweise im Publikationsverzeichnis): Römische Allgemeingeschichte, vor allem der Kaiserzeit und innerhalb dieser der Spätantike (Strukturelle politische Ordnung der Spätantike. Interessengruppen am kaiserlichen Hof). Allgemeinhistorische Nutzung der antiken Rechtsquellen, Rechts-, insbesondere Verfassungs- und Völkerrechtsgeschichte der Antike (Spätantike Verfassungsverhältnisse. Modernes und antikes Völkerrecht. Digestenexegese und Sozialstrukturgeschichte). Politisch-biographische Studien (Cato d. A.. Cassiodor). Antike Ideengeschichte (Christliche Apologetik. Eschatologische Konfliktmodelle in antiken Religionen. Wirkungsgeschichte griechischer Ethik. Wahrheits-Philosophie und Öffentlichkeitsstrukturen in der klassischen griechischen Polis). Antike Wirtschaftsgeschichte (Antike Wirtschaftssysteme. Landwirtschaft und bäuerliche Lebensform im Altertum des fernöstlichen und des nahöstlich-mediterranen Raumes). Traditions- und Rezeptionsgeschichte der Antike im nachantiken Europa (Romanisierung und Völkerbildung in Antike und Mittelalter. Antike Tradition und moderne politische Ideenwelt. Fortwirkung der Antike im byzantinisch und im islamisch geprägten Bereich). Vergleichende Altertumsgeschichte (Das Chin-Han-Reich des Alten China und das Imperium Romanum im Vergleich. Landwirtschaft und bäuerliche Lebensform im Altertum des fernöstlichen und des nahöstlich-mediterranen Raumes). Geschichtstheorie/Historik (Systemtheoretische und altertumskomparatistische Ansätze in der Alten Geschichte). Mitarbeit am 'Neuen Pauly. Enzyklopädie der Antike' mit zahlreichen Lemmata im Bereich Recht/Politik/Römische Geschichte. Seit 1996 intensive Arbeit an einer WWW-Seite für althistorisch-wissenschaftliche Zwecke (http://agiw.fak1.tu-berlin.de/index.html), u. a. mit zahlreichen buchartigen Skripten für den Lehrbetrieb ('Auditorium'), forschungsbezogen-wissenschaftlichen Internet-Publikationen ('Scriptorium') und einem praktisch-wissenschaftskritischen Schwerpunkt ('Cricetus Criticus').

Nach Einstellung der Studiengänge Geschichte an der Fakultät I der TU Berlin übt er dort als außerplanmäßiger Professor weiterhin unbefristet seine Lehrtätigkeit aus. Aus der Perspektive seiner althistorischen und wirkungsgeschichtlichen Spezialisierung bietet er ein breitgefächertes allgemeinhistorisches Lehrangebot für alle wegen ihrer Studienordnung oder aus anderen Gründen an historischer Allgemeinbildung interessierten Studenten aller Fakultäten der Universität an.

Kontakt ist ggf. auch über die Berliner Privatadresse, die Telephonnummern und EP-Adressen möglich.

Christian Gizewski

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